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Das Buch: „Gott ist nicht tot! Gott ist ein Narzisst” – Oder – Die notwendig gewordene ideologische Reinigung des Menschen“ ermöglicht dem Leser eine intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Überlebensstrategien innerhalb der modernen Standeskultur.

Seit 5000 Jahren kultiviert die hierarchische Standeskultur eine unnatĂŒrliche absolutistische Herrschaft ĂŒber alle greifbaren Lebewesen der Erde, den Menschen eingeschlossen. Um diese fĂŒr die meisten Menschen demĂŒtigende Kulturkonstitution aufrecht zu erhalten, sorgen die Herren der Standeskultur bis heute fĂŒr stĂ€ndige gesellschaftliche Konflikte und fĂŒr eine ĂŒbernatĂŒrliche Ängstlichkeit des Kulturmenschen.

Es liegt daher nicht an einer bösen Natur des Menschen, dass die kulturellen ZustĂ€nde seit 5000 Jahren in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden dazu tendieren, biologisch unzurechnungsfĂ€hig und sozial untragbar zu werden. Vielmehr fĂŒhrt die „liberal-parasitĂ€re“ und sado-masochistische Herrschaftsagenda der Standeskultur zu einem stĂ€ndigen Standeskrieg und Geschlechterkrieg, die im Kulturmenschen zahlreiche widernatĂŒrliche und krankhafte Verhaltensweisen hervorrufen.

Viele der störenden Verhaltensweisen, die durch die heutige Kultur hervorgerufen werden, lösen sich durch ein biologisches GrundverstĂ€ndnis der menschlichen Natur wie von selbst auf. Vor allem ein einfaches empathisches VerstĂ€ndnis fĂŒr die menschliche Psychologie kann Wunder wirken, wenn es darum geht, das eigene Leben von destruktiven Gewohnheiten zu befreien.


Inhaltsverzeichnis

 

Einleitung

Kapitel 1

Die wesentlichen Ursachen der heutigen Kulturkrise

  • Die besondere menschliche Natur
  • Die Bedeutung der Familie
  • Die gefĂ€hrliche Zentralisierung der Macht innerhalb der Standeskultur
  • Die absolutistische Machtagenda der Standeskultur
  • Die Folgen der 68er-Revolution
  • Die Entstehung der Machtsucht oder das zentrale Paradoxon der gegenwĂ€rtigen Kulturorganisation
  • Die grundsĂ€tzliche UnertrĂ€glichkeit der Standeskultur
  • Das leichte Spiel der „Herrenmenschen“
  • Das sadistische Machtstreben der heutigen Herrenmenschen ĂŒber alles fremde Leben
  • Das masochistische Machtstreben der heutigen Dienermenschen ĂŒber das eigene Leben
  • Die sado-masochistischen BeziehungsverhĂ€ltnisse innerhalb der heutigen Standeskultur
  • Die narzisstische Verhaltenserkrankung
  • Der hochsensible Mensch
  • Das Mars- und das Kali-PhĂ€nomen
  • Zusammenfassung

 

Kapitel 2

Hilfreiche Grundorientierungen fĂŒr eine natĂŒrliche Kulturgestaltung

 

  • Das natĂŒrliche Gleichgewicht von Ordnung und Freiheit
  • Das fĂŒr den Menschen erreichbare natĂŒrliche Weltbild
  • Die natĂŒrliche Gleichberechtigung der Geschlechter
  • Der natĂŒrliche Wert der Kameradschaft, der Freundschaft und der Liebe
  • Der notwendige Respekt vor der natĂŒrlichen Scham
  • Die Grenze der natĂŒrlichen Mimikry
  • Der Unterschied zwischen einem lebendig sein und ein Leben zu haben
  • Der Unterschied zwischen einem natĂŒrlichen Respekt und einem absolutistischen Respekt
  • Das wichtige Grundvertrauen in das Leben
  • Der gesunde Glaube

Kapitel 3

Zusammenfassende Abhandlungen fĂŒr ein ganzheitliches VerstĂ€ndnis der gegenwĂ€rtigen Kulturentwicklung

 

  • Wie ein bösartiges Verhalten im Menschen entsteht
  • Die BewĂ€ltigung der gegenwĂ€rtigen Kulturkrise ist eine Frage des Bewusstseins
  • Die gefĂ€hrlich gewordene NaivitĂ€t des Menschen
  • Die Bedeutung der RatschlĂ€ge von Jesus fĂŒr den heutigen Kulturmenschen
  • Die 300 Jahre alte schwarze PĂ€dagogik – oder „Du sollst nichts sehen, nichts hören und nichts sagen“
  • Der weibliche Narzissmus und das PhĂ€nomen der vaterlosen Gesellschaft
  • Schluss
  • Nachwort

 

Textauszug
 

Der notwendige Respekt vor der natĂŒrlichen Scham

Da die menschliche Fortpflanzung durch eine komplexe Familienorganisation sehr aufwendig und anstrengend ist, hat die menschliche Natur eine besondere Belohnung fĂŒr das „NachwuchsgeschĂ€ft“ durch eine stĂ€ndig aktive SexualitĂ€t konstituiert. Dabei bezieht die menschliche SexualitĂ€t nicht nur den Körper, sondern auch den Geist und die Emotionen des Menschen in eine ganzheitliche Geschlechterbeziehung ein. Wir können daher den Menschen als ein Wesen begreifen, das sich durch seine außergewöhnliche Natur auf eine besonders intensive soziale Weise organisiert.

Die natĂŒrliche SexualitĂ€t wird in einer grundlegenden Weise durch starke Instinktprogramme organisiert, die nicht nur die Tiere, sondern auch den Menschen geradezu ĂŒberwĂ€ltigen können. Daher hat die Natur des Menschen eine Schutzeinrichtung fĂŒr die Geschlechterbeziehung generiert, so dass eine natĂŒrliche Scham beim Menschen sicherstellt, dass eine sexuelle Vereinigung erst dann stattfindet, wenn ein gegenseitiges Vertrauen in einer Paarbeziehung entstanden ist. Die menschliche Natur stellt damit sicher, dass kein zu frĂŒher ĂŒberwĂ€ltigender sexueller Kontakt stattfindet, der eine zu oberflĂ€chliche Paarbeziehung verstören kann.

Eines der folgenreichsten Symptome der traditionellen Standeskultur war und ist die Entstehung einer schamlosen Prostitution, durch die der Mensch eine „liberalisierte“ SexualitĂ€t in eine regelrechte Konsumdroge verwandelt hat. Diese widernatĂŒrliche Zweckentfremdung der sexuellen Konstitution hat die natĂŒrliche Scham des Menschen in einer willkĂŒrlichen Weise fĂŒr nichtig erklĂ€rt. Dadurch hat sich die natĂŒrliche Geschlechterbeziehung des Menschen bis heute sowohl auf eine direkte als auch auf eine indirekte Weise erheblich verzerrt.

5000 Jahre lang fĂŒhrte die Prostitution ein moralisch gebrandmarktes Schattendasein innerhalb der Standeskultur, so dass deren schĂ€dliche Wirkungen fĂŒr die Familien- und die Gemeinschaftsorganisation die meiste Zeit ĂŒber in Grenzen gehalten werden konnten. Dies hat sich durch die 68er-Revolution geĂ€ndert, durch welche die Familie als verzichtbar und die „freie“ SexualitĂ€t zu einem neuen Ideal erklĂ€rt wurde. Die Redewendung „Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment“ entstammte einem politischen Antikult der 68er-Generation, der folgenreicher nicht hĂ€tte werden können. Die „Liberalisierung“ der SexualitĂ€t hat zu einem zunehmenden sexuellen Elend und zu einer fortschrittlichen sexuellen Verwirrung in der Kultur gefĂŒhrt.

Die fortschrittliche Entwicklung einer bislang nie dagewesenen BlĂŒte der Prostitution und die damit einhergehende „normal“ werdende Sexsucht des modernen Kulturmenschen, hat mit dazu beigetragen, dass heute alle zwischenmenschlichen Beziehungen in einer fortschrittlichen Weise degenerieren und „liberal-parasitĂ€re“ sado-masochistische und narzisstische Verhaltensweisen eine schwarze BlĂŒte in der Kultur erleben.

 

ErgÀnzende Artikel zum Buch

Seit dem Erscheinen des Buches habe ich weitere Artikel veröffentlicht, die die Themen des Buches entweder aus einem neuen Blickwinkel beleuchten oder ergÀnzende Erkenntnisse beinhalten.

 

Die unnötige Angst vor der kulturellen Apokalypse

Im Grunde lassen sich alle geschichtlichen „Weissagungen“ fĂŒr eine apokalyptische Kulturentwicklung auf die einfache Einsicht zurĂŒckfĂŒhren, dass der Mensch seit der Umsetzung einer Sklaverei und einer entsprechenden Standeskultur den Fluch einer periodischen kulturellen Selbstzerstörung vollzieht. Die innerhalb einer absolutistischen Standeskultur zwangslĂ€ufig entstehenden sado-masochistischen Standesbeziehungen und die daraus resultierende manisch-depressive Polarisierung der menschlichen Selbstorganisation fĂŒhrt in einen „fortschrittlichen“ kulturellen Entwicklungs-Teufelskreis und endet ohne eine wirksame Korrektur in einer Kulturkrise. Dies trifft auch fĂŒr die heutige Kulturkrise zu, die nach der Jahrtausendwende durch eine sadistische neoliberale und feministische Agenda akut geworden ist. Wir können heute entsprechend feststellen, dass die Kultur als Ganzes immer manischer agiert, um nicht in eine Depression zu geraten.

Die Erfindung der Sklaverei und der Standeskultur hat daher einen eigenartigen sado-masochistischen Fluch fĂŒr die menschliche Selbstorganisation erzeugt, der sich bei jedem Scheitern einer Standeskultur durch einen ausartenden Krieg oder durch eine tiefe Depression vollzieht. Wer dieses regelrechte Scheitern der Standeskultur biologisch und psychologisch nachvollziehen kann, muss kein Prophet sein, um auch das drohende Scheitern der heutigen Kultur vorherzusagen. Die sadistische Fremddiktatur und die masochistische Selbstdiktatur ergĂ€nzen sich heute gegenseitig mehr denn je und schĂŒren einen regelrechten sado-masochistischen Beziehungs-Teufelskreis, der immer mehr an IntensitĂ€t zunimmt, bis die Beziehungen fĂŒr die menschliche Natur unertrĂ€glich werden. Die daraus erfolgende manisch-depressive Kulturentwicklung ist ab einem bestimmten Grad zwangslĂ€ufig tödlich. Es ist daher durchaus merkwĂŒrdig, dass der heutige Mensch trotz aller seiner modernen Wissenschaften fĂŒr die unweigerlichen Folgen der heutigen Kulturorganisation auf eine geradezu hartnĂ€ckige Weise betriebsblind bleibt.

Bislang weigern sich die meisten heutigen Menschen, die traditionelle Kulturkonstitution ernsthaft in Frage zu stellen. Daher glauben viele Menschen, dass ihre akuten Probleme etwas ganz Besonderes und Neues sind und sind sich der Tatsache nicht hinreichend bewusst, dass der Mensch bereits seit 5000 Jahren mit den gleichen kulturbedingten Problemen zu kĂ€mpfen hat. Daher ist auch vieles von dem, was sich heute tagtĂ€glich in der Kultur vollzieht, nahezu trivial und lĂ€uft auf die gleiche manisch-depressive Selbstzerstörung hinaus, wie sie der Kulturmensch bereits seit 5000 Jahren immer wieder vollzieht. Bis heute tĂ€uscht sich der Mensch gerne ĂŒber das unnatĂŒrliche Wesen dieser Entwicklung hinweg, indem er die Entstehung, den Höhepunkt und die Selbstzerstörung der geschichtlichen Standeskulturen mit dem Entstehen, BlĂŒhen und Vergehen einer Blume vergleicht.

Durch die mangelnde Einsicht in das Wesen der Standeskultur wird der heutige Mensch zunehmend zu einer tragischen Figur, da die Erkenntnis der destruktiven kulturellen Symptome, die durch die Erfindung der Sklaverei und der Standeskultur entstanden sind, eine einfache Lösung fĂŒr die heutige kulturelle Selbstbedrohung des Menschen bereit hĂ€lt. Die meisten Menschen weigern sich jedoch, die Sache so einfach zu sehen, weil sich der kapitalistische Mensch in einem ganzen Komplex von kĂŒnstlichen Befriedigungen, Suchtentwicklungen und willkĂŒrlichen Vorstellungen eingerichtete hat, durch die er in eine „normale“ Selbstlosigkeit, GleichgĂŒltigkeit und Verantwortungslosigkeit fliehen kann. Durch die moderne Medienwelt ist der Mensch zudem ein Meister der VerdrĂ€ngung geworden und weigert sich hartnĂ€ckig, sich mit unangenehmen biologischen und psychologischen Wahrheiten auseinander zu setzen.

Alles, was der Mensch heute tun mĂŒsste, um die drohende kulturelle Apokalypse einer „schönen neuen Welt von 1984“ zu verhindern, besteht darin, sich einfachen biologischen Anschauungen zu öffnen und eine Kritik an der Standeskultur zuzulassen. Bereits die Annahme, dass der belohnende und bestrafende Gott der Standeskultur und der „im göttlichen Auftrag“ agierende Herrenmensch nur eine willkĂŒrliche Erfindung von den Religionsstiftern der Standeskultur sind, kann eine effektive VerĂ€nderung der menschlichen Weltanschauung nach sich ziehen. Die seit ĂŒber 100 Jahren bestĂ€tigte RelativitĂ€tstheorie appelliert an den menschlichen Verstand, dass es nicht sein kann, dass das Universum und die Natur der Erde von einem absolutistischen Diktator durch eine willkĂŒrliche Belohnung und Bestrafung regiert wird. Vielmehr ist das Universum von Naturgesetzen gekennzeichnet, die in sich so ausgewogen sind, dass wir das Leben auf der Erde als ein kostbares Wunder erachten können. Diese Kostbarkeit ist sowohl durch eine Geborgenheit (natĂŒrliche Ordnung) als auch durch eine Freiheit (Chaos) gekennzeichnet und ermöglicht dem Menschen durch die Verwirklichung einer natĂŒrlichen Ausgewogenheit dieser Lebenspole eine glĂŒckliche LebensfĂŒhrung. Ein natĂŒrlich sich organisierender Mensch ist daher auch kein sadistischer oder masochistischer Diktator des Lebens, sondern ein soziales und symbiotisches Lebewesen, das durch seine FĂ€higkeit der empathischen Teilhabe alles Leben auf der Erde respektiert, das eigene Leben eingeschlossen. Die ethnologischen Forschungen des 19. und 20. Jahrhundert haben dazu in einer hinreichenden Weise bestĂ€tigt, dass die natĂŒrlich lebenden Gemeinschaften keine sadistischen oder masochistischen Verhaltensweisen generieren und keine manischen oder depressiven GemĂŒtszustĂ€nde ausbilden.

Es ist daher von Bedeutung, dass der heutige Mensch die radiologische Wirkung von ĂŒbernatĂŒrlichen Narrativen erkennt, die der machtsĂŒchtige Mensch durch seine krankhaften Zielsetzungen auf eine willkĂŒrliche Weise erfindet. Bereits die Vorstellung eines tyrannischen Gottes der Belohnung und Bestrafung verschmutzt den menschlichen Geist durch eine hochtoxische Vorstellung, deren potenzielle Wirkung nur der ermessen kann, der sich das religiöse BĂŒĂŸertum wĂ€hrend der Zeit des Mittelalters vor Augen fĂŒhrt. Toxische Bilder ĂŒber eine universale Bedrohung verunsichern den GlĂ€ubigen notwendig in einer bodenlosen Weise. Diejenigen Religions- oder Ideologiestifter, die derartige toxische Vorstellungen von der Welt ersinnen, zeitigen fĂŒr das menschliche GemĂŒt eine psychopathische Wirkung und stellen daher eine immense Gefahr fĂŒr eine psychische Fehlentwicklung einer Gesellschaft dar.

Es ist durchaus nachvollziehbar, dass sich der heutige, mit Informationen ĂŒberflutete Kulturmensch nicht mehr mit einer toxischen Religion, Politik oder Wirtschaft auseinandersetzen will. Dies bedeutet jedoch, dass eine Aufarbeitung der Ursachen fĂŒr die immer psychopathischer werdende Kulturgestaltung unterbleibt, so dass auch der 5000 Jahre alte Sklaven- und Kulturfluch fortbesteht. Dadurch können die heutigen Kulturideologen weiterhin ungehindert zu effektiven „KinderflĂŒsterern“ werden, die dem Menschen notwendig jede Hoffnung auf eine bessere Zukunft nehmen. Es reicht daher nicht, eine stoische GleichgĂŒltigkeit, PassivitĂ€t und Unverantwortlichkeit zu praktizieren, um sich in Bezug auf die Psychopathie der heutigen Standeskultur so weit wie möglich aus dem Schussfeld zu nehmen. Indem der Mensch gar nicht erst versucht, einen Einfluss auf die Kultur nehmen, wirkt sich der Sklaven- und Kulturfluch ungehindert auf alle Menschen aus und vergiftet die zwischenmenschlichen Beziehungen in einer bodenlosen Weise, bis sie schließlich kippen. Eine Augen zu und durch Strategie funktioniert daher angesichts der insgesamt gegebenen Kulturproblematik nicht.

Erst wenn sich ein Mensch bewusst wird, dass er es heute mit einem 5000 Jahre alten Kulturfluch zu tun hat, durch den er selbst stĂ€ndig einen inwendigen Krieg zwischen den Interessen seiner eingeborenen Natur und den Interessen seiner Kultur austrĂ€gt, kann er der heutigen kulturellen Kontamination des eigenen Denkens, FĂŒhlens und Handelns einen wirksamen Riegel vorschieben. Die gezielte biologische und psychologische Auseinandersetzung mit den Ursachen der heutigen Kulturkrise fĂŒhrt dazu, dass sich die Betreffenden einen Reim auf die destruktiven PhĂ€nomene der heutigen Standeskultur machen und ihr Denken, FĂŒhlen und Verhalten dadurch neu ausrichten können. Ein solcher Prozess fĂŒhrt wie von selbst zu der Erkenntnis, dass der Sklaven- und Kulturfluch nur durch ein ungeschriebenes Gesetz in Form eines Tabus fĂŒr jedes sadistische und masochistische Verhalten des Menschen neutralisiert werden kann. Es mĂŒssen nur genĂŒgend Menschen dieses Tabu mittragen. Indem der Mensch diese Notwendigkeit begreift, kann er aus einer neuen Überzeugung heraus damit beginnen, ein „Wehret den AnfĂ€ngen“ fĂŒr alles sadistische und masochistische Verhalten zu vertreten und die Menschen in seinem Umkreis zu einer entsprechenden Haltung veranlassen. Nur ein derartiger gesellschaftlicher Prozess, der von Unten nach Oben verlĂ€uft, kann den Menschen in einer effektiven Weise von seinem 5000 Jahre alten Sklaven- und Kulturfluch befreien und eine neue biologische und soziale Kulturgestaltung auf den Weg bringen.

 

Die mystischen Strömungen ab dem 13. Jahrhundert

Die Katholische Kirche hat mit ihrem Jesus Narrativ einen ĂŒberaus krankhaften fanatischen Masochismus erzeugt, dessen Folgeerscheinungen vor allem durch die mystischen Entwicklungen ab dem 13. Jahrhundert in Europa deutlich geworden sind.

Notwendig hat die menschliche Natur wie alles biologische Leben ihre natĂŒrlichen Grenzen, so dass auch fĂŒr den EuropĂ€er des Mittelalters nur ein bestimmter Grad an absolutistischer weltlicher und religiöser WillkĂŒrherrschaft ertrĂ€glich war. Je unsicherer und unertrĂ€glicher daher der Kulturalltag des einfachen Menschen durch die sich in Europa immer weiter intensivierende religiöse und weltliche Machtherrschaft wurde, desto mehr hatte der einfache Mensch das BedĂŒrfnis in einer anderen Welt zu leben, bzw. in eine andere Welt zu fliehen. So kam es vom spĂ€ten 13. Jahrhundert bis zum Ende des 16. Jahrhundert zu mehreren ideologischen BlĂŒten einer christlichen Mystik in Europa, die ihre ideologische Basis in der Betonung der persönlichen Frömmigkeit und in der persönlichen Beziehung zu Jesus fand.

Die verschiedenen Bewegungen der christlichen Mystik, wurden dabei von den Schriften von Meister Eckhart, von John Wyclif, von Jan Hus, von Hyronimus von Prag und schließlich auch durch die "devotio moderna" angeregt. Bis zum spĂ€ten 15. Jahrhundert wurde daraus eine wachsende Volksbewegung, so dass ab 1450 n. Chr. das Buch „die Nachfolge Christi“ von Thomas von Kempen nach der Bibel zum meistgelesenen Buch in Europa wurde. Die folgende volksnahe Übersetzung eines Beispiels aus der „Nachfolge Christi“ finden Sie auf der Internetseite von Prof. Dr. William J. Hoye: 1

(Die nachfolge Christi, 15) „[...]Alle Dinge vergehen und du mit ihnen. Sieh zu, daß du nicht hĂ€ngen bleibst, nicht gefangen wirst und umkommst. Beim Allerhöchsten sei dein Gedanke (vgl. Weish 5,16), und dein Flehen richte sich an Christus ohne Unterlaß (vgl. 1Thess 5,17) Weißt du nicht Hohes und Himmlisches zu spiegeln, so ruh in dem Leiden Christi, und wohne gern in seinen heiligen Wunden! Denn wenn du andĂ€chtig fliehst zu Jesu Wunden und teuren Kreuzmalen, wirst du in BedrĂ€ngnis große StĂ€rkung fĂŒhlen, dich wenig kĂŒmmern um die Achtung der Leute, auch Verleumdungen leicht tragen.

Denn auch Christus wurde in der Welt von Menschen verachtet und in der grĂ¶ĂŸten Not von Freunden und Bekannten unter SchmĂ€hworten verlassen. Christus wollte leiden und sich verachten lassen und du wagst es, etwas zu klagen ? Christus hatte Widersacher und Übelredner, und du willst lauter Freunde und WohltĂ€ter haben? (aus Buch 1, Kap. 1)“

Das Beispiel macht deutlich, dass das von der Katholischen Kirche geschaffene Jesus-Narrativ bereits im 15. Jahrhundert AuslĂ€ufer einer besonderen masochistischen Glaubensagenda zur Folge hatte, so dass sich die Betroffenen dadurch in eine passive Welt des stillen Erduldens und Erleidens geflĂŒchtet haben. Notwendig hat diese Flucht der im Mittelalter zunehmenden politischen und religiösen Megalomanie in Europa nichts Wirksames entgegengesetzt.

Der fanatische Masochismus der religiösen Art wurde auch von den protestantischen und reformatorischen Strömungen des 16. Jahrhunderts fortschrittlich kultiviert und hat zu einem asketischen Puritanismus und zu anderen Strömungen des masochistischen Selbstverzichts gefĂŒhrt. Ohne diese religiösen Formen einer masochistischen Selbstorganisation hĂ€tte sich die Industrialisierung und der kapitalistische Materialismus nicht durchgesetzt, da die Arbeiter vor allem zu Beginn dieser Entwicklungen, fĂŒrchterliche Entbehrungen zu erdulden hatten. Erst durch die masochistische LeidensfĂ€higkeit der Arbeiter konnte der Kapitalismus zu der materiellen Religion von heute werden, die die traditionelle Religion im menschlichen Weltbild zunehmend in den Schatten gestellt hat. Der kapitalistische Materialismus stellte dem Menschen keine unsichere Belohnung im Himmel, sondern eine ĂŒbernatĂŒrliche materielle Belohnung im irdischen Leben in Aussicht. Was aus diesem Versprechen zu Beginn der Industrialisierung geworden war, zeigt der Augenzeugenbericht von Alexis de Tocqueville, der die von ihm 1835 gesammelten EindrĂŒcke ĂŒber die englische Industrialisierung in Manchester auf die folgende Weise geschildert hat:

[...]„Auf dem Gipfel der HĂŒgel [
] erheben sich dreißig oder vierzig Fabriken. Mit ihren sechs Stockwerken reichen sie hoch in die Luft.[...] Die Straßen, welche die einzelnen, noch schlecht zusammengefĂŒgten Teile der großen Stadt miteinander verbinden, bieten wie alles andere das Bild eines hastigen und noch nicht vollendeten Werkes: die rasche Leistung einer gewinnsĂŒchtigen Bevölkerung, die Gold anzuhĂ€ufen versucht, um dann mit einem Schlag auch alles andere zu haben, und bis dahin die Bequemlichkeit des Lebens verschmĂ€ht. [
]Wer aber vermöchte das Innere jener abseits gelegenen Viertel zu beschreiben, der Schlupfwinkel von Laster und Elend, welche die gewaltigen PalĂ€ste des Reichtums umfangen und erdrĂŒcken? Dort enden gewundene und enge GĂ€ĂŸchen, gesĂ€umt von einstöckigen HĂ€usern, deren schlecht zusammengefĂŒgte Bretter und zerbrochene Scheiben schon von weitem eine Art letztes Asyl ankĂŒnden, das der Mensch zwischen Elend und Tod bewohnen kann. Unter diesen elenden Behausungen befinden sich eine Reihe von Kellern, zu der ein halb unterirdischer Gang hinfĂŒhrt. In jedem dieser feuchten und abstoßenden RĂ€ume sind zwölf bis fĂŒnfzehn menschliche Wesen wahllos zusammengestopft“.[...]2

Erst das Begreifen dieser VerhĂ€ltnisse im frĂŒhen Manchester Kapitalismus macht dem heutigen Menschen klar, wohin eine masochistische Selbstorganisation der fanatischen Art fĂŒhren kann, in die Akzeptanz von unertrĂ€glichen und tödlichen LebensverhĂ€ltnissen. Auch heute entwickeln viele Menschen einen fanatischen Masochismus, der den materiellen Reichtum in den Himmel lobt, wĂ€hrend der Mensch immer mehr seinen natĂŒrlichen Verstand und seine Seele einbĂŒĂŸt. Vor allem der Glaube, dass sich auch die Menschen der kulturellen Unterschicht durch einen Arbeitsfleiß von der UnertrĂ€glichkeit eines „liberal-parasitĂ€ren“ kapitalistischen Alltagslebens erlösen können, ĂŒbt noch immer eine magische Wirkung auf viele Menschen aus. In Wahrheit sind bereits vor langer Zeit die WĂŒrfel des Reichtums in der modernen Standeskultur gefallen, als viele Adelsgeschlechter zu Unternehmern und Finanzbaronen wurden und neue Emporkömmlinge die ZĂŒgel des Kapitalismus in die Hand genommen haben. Bis heute hat dies zu einer Konzentration des globalen Vermögens gefĂŒhrt, die 80:20 zugunsten von wenigen Herrenmenschen ausfĂ€llt. Der Glaube an das MĂ€rchen „vom TellerwĂ€scher zum MillionĂ€r ist daher bereits nach der Jahrtausendwende verschwunden und war stets nur durch „liberal-parasitĂ€re“ kriminelle und asoziale Handlungen oder durch ein unverschĂ€mtes GlĂŒck zu realisieren.

Der Preis fĂŒr einen sorgenfreien Reichtum im Kapitalismus war stets der natĂŒrliche Verstand und die soziale Natur des Menschen. Daher ist es ĂŒberaus wichtig geworden, dass der heutige Mensch begreift, dass jeder Fanatismus einen Preis hat, auch das fanatische Streben nach einem materiellen Reichtum.

1. Quelle: http://www.hoye.de/name/imitatio.pdf

2. Quelle: Alexis de Tocqueville zur englischen Industrialisierung: http://jgsaufgab.de/intranet2/geschichte/geschichte/quellen/alexis_de_tocqueville.ht m

 

Der destruktive weibliche Narzissmus

Der destruktive weibliche Narzissmus unterscheidet sich vom selbstverliebten Narzissmus dadurch, dass er anderen Menschen die Energie raubt und eine absolutistische Macht ĂŒber seine sozialen Beziehungspartner verfolgt. Daher birgt der destruktive weibliche Narzissmus die innere Zielsetzung, das Selbstbewusstsein, den natĂŒrlichen Stolz und das Urvertrauen der Beziehungspartner in einer regelrechten Weise zu untergraben und die Beziehungspartner so zu verunsichern, dass sie nicht mehr wissen, wie sie sich verhalten sollen. Sobald ein Beziehungspartner eine gewisse Bindung und AbhĂ€ngigkeit entwickelt hat, setzt in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden eine in der Regel ĂŒberfallartige Kritik der Narzisstin ein. (Sei doch nur einmal ein Mann und wehr dich!). Ist der betroffene Mann durch derartige Äußerungen ĂŒberfordert, so schleicht sich eine ĂŒbernatĂŒrliche Angst vor der narzisstischen Frau in seinem Innersten ein und beginnt ein das Selbstbewusstsein zersetzendes Werk. Einige wenige solcher Erfahrungen genĂŒgen in der Regel, um aus einem psychisch instabilen Mann ein waidwundes Etwas zu machen, das in Gefahr ist, die psychische EigenstĂ€ndigkeit zu verlieren und in einen Teufelskreis der Depression zu geraten. Polarisiert die Narzisstin ihr affektives, kritisierendes Verhalten mit der Rolle der empathischen und fĂŒrsorglichen Frau, dann erlebt der in der Regel dadurch hochempfindlich werdende Mann ein stĂ€ndiges emotionales Wechselbad zwischen Himmel und Hölle, die ihm seine emotionale Lebensenergie raubt und ihn immer schwĂ€cher werden lĂ€sst. Notwendig erreicht der hochsensibel gewordene Mann dadurch irgendwann seine seelische Belastungsgrenze, da er stĂ€ndig mit dem unertrĂ€glichen Verhalten seiner narzisstischen Partnerin beschĂ€ftigt ist, das ihm innerlich keine Ruhe lĂ€sst. Eine einzige ĂŒbernatĂŒrliche affektive Kritik ist in der Lage eine himmlische Beziehungsperiode von mehreren Tagen aufzuwiegen und kann den hochsensiblen Mann von jetzt auf gleich in eine Beziehungshölle befördern. Viele Narzisstinnen sind Meister darin, eine den Partner „wurmende“ Kritik sorgsam zu platzieren, so dass die Kritik so weh tut und so tief geht, dass der Betroffene sprachlos wird und sich nur noch in sich selbst zurĂŒckziehen kann.

Kommt es dadurch schließlich so weit, dass der hochsensible Mann die narzisstische Kritik „sei doch nicht so empfindlich“ in Form einer Selbstkritik ĂŒbernimmt, gerĂ€t er in den Teufelskreis eines zunehmenden Selbstverrates und verliert dadurch nach und nach seine Persönlichkeit, bis er nur noch Wachs in den HĂ€nden seiner narzisstischen Beziehungspartnerin ist. Dadurch ist der psychische Zusammenbruch des hochsensiblen Mannes bereits vorprogrammiert. Bis es so weit kommt, können Jahre vergehen, in denen der hochsensible Mann nicht bemerkt, in welch einer ideo-emotionalen Beziehungsfalle er steckt. In dieser Zeit bleibt er relativ schwach und von seiner narzisstischen Beziehungspartnerin ideologisch und emotional abhĂ€ngig, da er einen Großteil seiner Energie auf die narzisstische Beziehungspartnerin und auf die ErfĂŒllung ihrer WĂŒnsche und Forderungen richtet.

Weibliche Narzissten arbeiten gerne mit einer esoterischen Philosophie, die keine Ursache-Wirkung-Forschung ermöglicht, da ihnen dies die erfolgreiche Verschleierung ihrer Agenda ermöglicht. Entstehen dann die ersten unweigerlichen Probleme in einer Beziehung, weist die Narzisstin z. B. darauf hin, dass möglicherweise die feinstofflichen Energien des Partners gereinigt werden mĂŒssen oder empfiehlt Therapien, durch welche generativ bedingte ungĂŒnstige Verhaltensmuster und Beziehungsprobleme aufgelöst werden sollen. Alle esoterischen Ideenkonzepte, die von der Agenda der Narzisstin ablenken und zu einer ewigen, vergeblichen und erfolglosen BeschĂ€ftigung des Beziehungspartners mit sich selbst fĂŒhren, sind fĂŒr die Agenda der Narzisstin vorteilhaft, da der Beziehungspartner dadurch schwach, erfolglos und ohne Selbstbewusstsein bleibt. Dadurch kann die Narzisstin ihre Agenda nachhaltig aufrecht erhalten, da sie dank eines in der westlichen Welt entstandenen esoterischen Supermarkts ihren Beziehungspartnern stĂ€ndig neue therapeutische VorschlĂ€ge unterbreiten kann.

Das wesentliche Ziel der esoterisch sich organisierenden Narzisstin besteht darin, von anderen Menschen ohne eine reale soziale Gegenleistung die emotionale Lebensenergie abzuschöpfen, durch die sie wie ein Anglerfisch ein inneres Leuchten und eine strahlende Anziehungskraft generieren kann. Mit dieser strahlenden Persönlichkeit kann sie immer neue, dafĂŒr anfĂ€llige schwĂ€chliche Menschen mit einem mangelhaften Selbstbewusstsein in ihren Bann ziehen. DafĂŒr nutzt die esoterische Narzisstin auch gerne die menschliche Eifersucht als Spielball, um durch eine entstehende Konkurrenz zweier oder mehrerer Personen um ihre Gunst und Aufmerksamkeit ein regelrechtes emotionales Energiebad zu erhalten. Dadurch erreicht sie mitunter eine energetische Ausstrahlung, die fĂŒr alle selbstlosen hochsensiblen Menschen unwiderstehlich ist. Eine solche narzisstische Energie-Agenda kann sich zu einer regelrechten esoterischen Erlösungsagenda weiter entwickeln, die fĂŒr die betroffenen hochsensiblen Menschen zu einem finanziellen und energetischen Fass ohne Boden wird. Dies ist z. B. bei Scientology und bei einigen spirituellen Gurus und Heilerinnen der Fall.

Das Ausspielen zweier oder mehrerer MĂ€nner durch die Erzeugung eines Stachels der Eifersucht ist fĂŒr viele narzisstisch agierende Frauen zu einem Standardprogramm geworden, da sie ihre natĂŒrliche Empathie fĂŒr ihre Mitmenschen durch ihr absolutistisches Machtstreben eingebĂŒĂŸt haben. Da sie dadurch keinen ernsthaften Bezug mehr auf den Mann generieren können, dienen ihnen die MĂ€nner nur noch zur Unterhaltung und als ein Energiereservoir, das sich sowohl durch emotionalisierte als durch sexualisierte Agitationen relativ einfach anzapfen lĂ€sst.

Wird eine Narzisstin von ihrem Beziehungspartner kritisiert, dann ist sie in der Regel tief beleidigt und setzt mitunter die Beziehung zu ihrem Beziehungspartner aus - das gilt auch fĂŒr die Beziehung zu ihren Kindern! Dadurch generiert sie eine soziale Erpressung, die in der Regel eine erhebliche Wirkung entfaltet. Wir wissen heute durch mehrere wissenschaftliche Experimente, dass ein Baby ohne einen sozialen Beziehungskontakt stirbt. FĂŒr den Menschen ist daher der soziale Kontakt ein essenzielles BedĂŒrfnis. Narzisstinnen wenden mit dem Instrument des nachhaltigen Beleidigtsein daher nicht etwa ein „lĂ€ssliches“ Druckmittel an, sondern verwirklichen vielmehr eine essenzielle emotionale Nötigung und Erpressung.

Den Einfluss, den eine narzisstische Mutter durch ein bedrohliches Beleidigtsein ĂŒber ihre Kinder erreichen kann, ist enorm. Viele von einer narzisstischen Mutter geprĂ€gten Kinder haben noch als Erwachsene den Eindruck, sie seien von ihrer Mutter „verhext“ oder besessen, da sie sich gegen den internalisierten Willen der Mutter auf eine seltsam anmutende Weise nicht durchsetzen können. Eine in der Kindheit erlebte fundamentale Bedrohung des Verlassen-Seins ist in der Regel so tief in den Eingeweiden der Betroffenen „gespeichert“, dass sie selbst als Erwachsene nicht wagen, ihrer durch die natĂŒrliche kindliche Identifikation mit den eigenen Eltern internalisierten Mutter zu widersprechen oder ihrem Willen zuwider zu handeln.

Im Gegensatz zu dem „großartigen“ Narzissmus von MĂ€nnern und VĂ€tern verwirklicht sich der weibliche und mĂŒtterliche Narzissmus auf eine tiefe und stille Weise, so dass er nicht ohne Weiteres zu entdecken und weit schwerer in seinen nachhaltigen Wirkungen zu neutralisieren ist, als der mĂ€nnliche Narzissmus. Das macht den weiblichen Narzissmus ungemein gefĂ€hrlich, da er die Überzeugung in den Beziehungspartnern hervorruft, dass mit der Beziehung alles in Ordnung ist, dass aber etwas Entscheidendes mit ihnen selbst nicht stimmt. Diese Interpretation kann sich in den Beziehungspartnern auf eine nachhaltige Weise erhĂ€rten, so dass sie eine unterschwellige Hoffnungslosigkeit entwickeln und in eine unerkannte Depression abgleiten können. Erst wenn von den Betroffenen diese Symptome und die Ursache dieser Symptome erkannt werden, löst sich auch der Aberglaube an eine Besessenheit oder an ein destruktives „Schicksal” auf und fĂŒhrt zu einer seelischen Befreiung. Wie wir heute wissen, entscheidet jeder Mensch selbst darĂŒber, was er glaubt und was nicht, so dass er auch sein Glaubens- und Weltbild selbst verĂ€ndern und die destruktiven Wirkungen einer internalisierten Glaubensvorstellung wieder aufheben kann. 

WĂ€hrend der mĂ€nnliche Narzissmus dazu tendiert, sich offensichtlich und gewalttĂ€tig zu Ă€ußern, arbeitet der weibliche Narzissmus gerne mit indirekten emotionalen Hebelwirkungen, so dass oft ein einziger kurzer hochtoxischer  Kommentar abgesetzt wird, der seine Wirkung erst mit dem Nachdenken der Betroffenen darĂŒber entfaltet. Trennt sich z. B. ein pubertierender Junge von seiner Freundin, dann kann der narzisstische mĂŒtterliche Kommentar: „Wenn du dich nicht um deine Beziehungen bemĂŒhst, dann bekommst du vielleicht nie eine Frau“ das ganze Beziehungsleben des betroffenen Kindes negativ beeintrĂ€chtigen, da dadurch die alleinige Verantwortung fĂŒr das Gelingen der Geschlechterbeziehung auf die Schultern des Jungen gelegt wird. Wie sehr ein einziger Satz das Leben eines Kindes verderben kann, wird auch durch das folgende Beispiel einer alleinerziehenden Mutter deutlich, die ihrem Kind in der PubertĂ€t mitgeteilt hat, dass sie vom Vater des Kindes geschlagen und zur SexualitĂ€t gezwungen worden ist. Da sich ein Junge in seiner PubertĂ€t sehr intensiv nach dem Vorbild seines Vaters richtet, um zu lernen, was ein Mannsein alles beinhaltet, ist eine solche Mitteilung fĂŒr einen pubertierenden Jungen katastrophal. Es ist daher stets auch der Zeitpunkt entscheidend, an dem etwas Bestimmtes gesagt wird. Die weibliche Narzisstin wartet dafĂŒr in der Regel Situationen ab, in denen der Beziehungspartner abgelenkt, verwirrt oder geschwĂ€cht ist, so dass ihr ideologisches oder emotionales Gift eine durchschlagende Wirkung erreichen kann. Derartige kurze und prĂ€gnante Äußerungen können von Außen betrachtet relativ harmlos wirken und doch das Denken und FĂŒhlen der Betroffenen fĂŒr eine lange Zeit beschĂ€ftigen und gefangen nehmen.

Wir können insgesamt von der weiblichen Narzisstin sagen, dass sie eine versteckte absolutistische Machtagenda kultiviert und eine entsprechende empathielose Beziehungsstrategie verwirklicht, um eine durchschlagende Macht ĂŒber ihren Mann, ihre Kinder und ihre anderweitigen Beziehungspartner zu erreichen. DafĂŒr legt sie sich einen ganzen Komplex von Argumenten, Rechtfertigungen und Ausreden fĂŒr ihre Agenda zurecht, wobei sie gerne auf esoterische, psychologische und anderweitige ideologische Theorien zurĂŒckgreift, da diese das Denken der Beziehungspartner durch ihre jeweilige komplexe Materie entsprechend lange beschĂ€ftigen können. Auch hier achtet die Narzisstin darauf, dass diese Theorien und Konzepte im richtigen Moment vorgetragen werden, um den Beziehungspartner in einer wirkungsvollen Weise von der narzisstischen Agenda abzulenken. Nur auf diese Weise kann die Narzisstin mit der Zeit eine fundamentale Verunsicherung oder Verletzung ihrer Beziehungspartner verursachen und sich dem Beziehungspartner gleichzeitig als eine spirituelle UnterstĂŒtzerin und FĂŒhrerin anbieten. Gelingt dies, dann schnappt eine schwerwiegende narzisstische Falle zu, die Ă€ußerst wirksam werden und den Beziehungspartner in eine bedingungslose Kapitulation gegenĂŒber der Narzisstin fĂŒhren kann.

Vor allem eine narzisstische Mutter kann dadurch eine regelrechte Besessenheit ihrer Kinder von sich selbst erzeugen, die dazu fĂŒhrt, dass die Kinder ihre natĂŒrliche Entwicklung hin zur ideologischen und emotionalen SelbstĂ€ndigkeit versĂ€umen. Vor allem fĂŒr Jungen kann dadurch in der PubertĂ€t ein schwerwiegendes Problem entstehen, wenn seine naturgemĂ€ĂŸe mĂ€nnliche Orientierung blockiert oder geschwĂ€cht bleibt. Dann entsteht aus dem betroffenen Jungen das, was der Volksmund als Muttersohn bezeichnet. Wir sprechen dabei von einer schwerwiegenden Hörigkeit des Jungen, die bei einer entsprechenden mĂŒtterlichen MentalitĂ€t dazu fĂŒhren kann, dass der Junge dem MĂ€nnlichen gegenĂŒber per se ablehnend bleibt. Daraus resultieren in der PubertĂ€t zwangslĂ€ufig ĂŒberaus schwerwiegende innere Konflikte des Jungen mit seiner eingeborenen Natur. Solche Jungen entwickeln in der Regel keine natĂŒrlichen BeziehungsfĂ€higkeiten, bleiben stĂ€ndig ideologisch und emotional von ihrer Mutter abhĂ€ngig und können aufgrund von immer wieder aufbrandenden starken inneren AggressionsschĂŒben Ă€ußerst psychopathische Verhaltensweisen entwickeln.

Derartige krankhafte Beziehungs- und Verhaltensentwicklungen wurden in den ethnologischen Forschungen des 19. und 20. Jahrhunderts bei den untersuchten Naturvölkern nicht festgestellt. Sie sind daher als die Folge einer regelrechten krankhaften Verhaltensentwicklung der Kulturmenschen einer Standeskultur zu verstehen. Die Standeskultur kann daher nicht nur als eine widernatĂŒrliche, sondern auch als eine psychopathische Kultur bezeichnet werden, die psychische Probleme am laufenden Band produziert.

 

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Buchdaten

 

Taschenbuch

Das Buch umfasst 122 Seiten, hat die ISBN Nr. 978-3-75688-126-08 ist seit dem 03.01.2023 fĂŒr 15,00 Euro im Handel erhĂ€ltlich.

Sollte es bei Amazon etc. LieferengpĂ€sse geben, dann greifen Sie auf den Buch-Shop www.autorenwelt.de zurĂŒck. Dort erhalten Sie das Buch stets in 5 bis 6 Tagen. FĂŒr eine kostenlose Sendung ins europĂ€ische Ausland innerhalb von 6 bis 7 Tagen empfiehlt sich zudem der Buch-Shop www.bod.de


E-Book

Das Buch hat die ISBN  978-3-98762-252-6 und ist ab sofort fĂŒr 7,99 in zahlreichen Internet Buch-Shops verfĂŒgbar

 

Nachwort

Das Buch „Gott ist nicht tot! Gott ist ein Narzisst!“ ist das zweite Kind einer Buch-Trilogie, die durch ein intensives 30-jĂ€hriges Studium der Kulturgeschichte und der Religionsgeschichte entstanden ist. Diese Trilogie beschĂ€ftigt sich eingehend mit der Kulturentwicklung, mit den gegenwĂ€rtigen Kulturproblemen und mit den heutigen Möglichkeiten einer naturgerechten Kulturgestaltung.

1. Teil: Das Buch „Die Geschichte der kulturellen Fehlentwicklung – oder die Erfindung der Sklaverei und ihre Folgen“ beleuchtet die Kulturgeschichte des Menschen aus der biologischen und psychologischen Perspektive und kommt dadurch zu der Ansicht, dass der Mensch durch die Umsetzung einer Standeskultur in Mesopotamien und Ägypten eine gravierende soziale und ideologische Fehlentwicklung der menschlichen Gesellschaftsorganisation eingelĂ€utet hat. Die kulturelle Umsetzung einer absolutistischen ErmĂ€chtigung von „Herrenmenschen“ und einer absolutistischen Entrechtung von „Sklavenmenschen“ hat zu einer ĂŒbernatĂŒrlichen Polarisierung des menschlichen Weltbildes durch die willkĂŒrlichen Erfindungen einer Allmacht und einer Ohnmacht, eines Himmels und einer Hölle und einer kĂŒnstlichen Kategorisierung von Gut und Böse gefĂŒhrt.

Das Buch zeichnet die Folgen dieser Erfindungen von der frĂŒhen Antike bis in die Gegenwart nach und konzentriert sich ab dem frĂŒhen Mittelalter auf die Kulturgeschichte des Westens. Dadurch erschließt sich dem Leser nach und nach ein VerstĂ€ndnis dafĂŒr, wie und warum es zu den kulturellen Schwierigkeiten gekommen ist, mit denen der Mensch heute zu kĂ€mpfen hat.

Einige AuszĂŒge des Buches finden Sie auf der Internetseite: www.die-geschichte-der-kulturellen-fehlentwicklung.de

 

2. Teil: Das Buch „2035 – Der Mensch schafft die Menschlichkeit ab – Eine berechtigte Warnung“ analysiert die gegenwĂ€rtige globale Kultursituation in einer kritischen Weise und fĂŒhrt die immer mehr aus dem Ruder laufenden Kulturentwicklungen auf ihre jeweiligen Ursachen zurĂŒck. Dadurch kommt das Buch unter anderem zu dem Schluss, dass sich der Mensch durch eine biologische Demokratie von unten organisieren muss, deren Legitimationslinie nicht wie heute von „Oben nach Unten“ sondern von „Unten nach Oben“ verlĂ€uft.

Das Inhaltsverzcichnis und einen Auszug des Buches finden Sie auf der Internetseite: www.2035-der-Mensch-schafft-die-Menschlichkeit-ab.de

 

3. Teil: Das Buch „Die Befreiung von der Standeskultur - durch den natĂŒrlichen dritten Weg“ setzt sich mit den Möglichkeiten des heutigen Menschen auseinander, eine nachhaltige demokratische Gesellschaftsorganisation zu realisieren, die sich durch eine biologische Legitimation von Unten nach Oben vollzieht. Das Buch erlĂ€utert die kulturellen Maßnahmen und die notwendige Korrektur des menschlichen Weltbildes, die der Mensch dafĂŒr realisieren muss.

Einige AuszĂŒge des Buches finden Sie auf der Internetseite: www.die-befreiung-von-der-standeskultur.de

 

Das Buch „German Angst“

Das Buch „German Angst - Ihre geschichtlichen Wurzeln und ihre ideologische Aufarbeitung” ist das erste Kind der Buch-Trilogie und beleuchtet ein besonderes Symptom der traditionellen Standeskultur: Die Entstehung einer ĂŒbernatĂŒrlichen Angst, die nicht nur die menschliche Seele, sondern auch den menschlichen Verstand lĂ€hmt. Davon waren und sind die deutschen Völker in einer besonderen Weise betroffen.

Die deutsche Geschichte ist durch 3 traumatische DreißigjĂ€hrige Kriege geprĂ€gt, die das Verhalten der Deutschen noch heute in einer erheblichen Weise prĂ€gen. Vor allem in kulturellen Krisenzeiten kommt dadurch in vielen Deutschen eine besondere „German Angst“ zum Vorschein, die dazu tendiert, sowohl die GemĂŒtsverfassung als auch das Denken in einer schwerwiegenden Weise zu beeintrĂ€chtigen.

Die German Angst hat sich bis heute durch die deutsche Erziehung generativ ĂŒbertragen, so dass es fĂŒr alle Betroffenen wichtig geworden ist, die Entstehungsgeschichte der German Angst auf eine gezielte Weise aufzuarbeiten. Das Buch bietet eine fundierte UnterstĂŒtzung fĂŒr diesen Prozess, so dass die German Angst durch ein neues, bewusstes Denken, FĂŒhlen und Handeln erheblich reduziert bzw. aufgelöst werden kann.

Einige AuszĂŒge des Buches finden Sie auf der Internetseite: www.german-angst.info

 

Über den Autor


Ich wurde in eine aus zwei FlĂŒchtlingsfamilien des 2. Weltkrieges entstandene Familie hineingeboren, die ihre Hoffnungen auf die Lösung ihrer familiĂ€ren Beziehungsprobleme auf mich gesetzt hat. Da alle Familienmitglieder jedoch auf die ein oder andere Weise ein narzisstisches Verhalten in die Ausbildung gebracht hatten, habe ich bereits mit 12 Jahren aus einer inneren Not heraus einen Wissensdrang entwickelt, um herauszufinden, weshalb das Familienleben oft nur schwer zu ertragen war.

Die dadurch beginnende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Kulturgeschichte, der Religionsgeschichte, der Psychologie und der Philosophie war stets durch ein inneres BedĂŒrfnis getragen und hat mich zu einer intensiven BeschĂ€ftigung mit weiteren modernen Wissensgebieten gefĂŒhrt. Dadurch habe ich schließlich eine biologische ErklĂ€rung fĂŒr die familiĂ€ren Schwierigkeiten und die schwierigen KulturverhĂ€ltnisse gefunden, die mir geholfen hat, meinen eigenen Weg zu finden. Auf diesem Weg sind bis heute insgesamt 5 BĂŒcher entstanden, die jeweils einen Mosaikstein fĂŒr ein ganzheitliches biologisches und psychologisches VerstĂ€ndnis der menschlichen Kulturgeschichte und der heutigen Gesellschaftsprobleme bilden.